Alternative Antriebe beim Auto – Ratgeber Autogas Umrüstung

Die Kosten für Treibstoffe wie Diesel und Benzin, bzw. Super Benzin schnellen seit Jahren in die Höhe. Die Verbraucher ärgern sich schon lange über zu hohe Treibstoffkosten und denken häufig über alternative Antriebe nach. Viele schrecken jedoch zurück, wenn es darum geht, dass eigene Fahrzeug umzurüsten und somit dafür zu sorgen, dass die Kosten deutlich gesenkt werden können.

Das liegt unter anderem auch daran, dass bei Neufahrzeugen z.B. die Garantie auf den Motor verloren geht, wenn dieser umgerüstet wird.

Tipp: Versicherung für die Autogas-Umrüstung
Inzwischen gibt es dagegen jedoch Versicherungen, die eventuelle Schäden übernehmen. Alternative Treibstoffe gibt es derzeit viele und einigen sind sogar so weit verbreitet, dass viele Autofahrerinnen und Fahrer ihre Fahrzeuge umgerüstet haben, oder in den nächsten Jahren eine Umrüstung planen werden.

Welche alternativen Antriebe sind derzeit verfügbar?
Fakt ist, dass Fahrzeuge, die über eine Brennstoffzelle verfügen noch etwas länger brauchen, um massentauglich zu werden. Im Bereich der alternativen Antriebe ist es vor allem das Elektroauto, welches sich schon auf dem Markt etabliert hat.

Ideal für kürzere Strecken
Dabei fahren diese Fahrzeuge nicht komplett mit Strom, sondern auch mit Benzin oder Diesel. Es ist jedoch möglich, dass gerade kleinere Fahrten ohne Probleme über Strom gefahren werden können. Zum Teil sind es 200 bis 300km an Reichweite, welche über Strom gefahren werden können, bevor der Wagen wieder an die Steckdose muss.

Aktuell: Alternativer Antrieb über Wasserstoff
Ein Antrieb über Wasserstoff ist ebenfalls bei vielen Herstellern in der Entwicklung, allerdings noch nicht ausgereift und erst Recht nicht massentauglich. Derzeit ebenfalls auf dem Markt erhältlich sind die alternativen Antriebe Erdgas, kurz CNG und Flüssiggas, auch als Autogas bezeichnet, kurz LPG.

Beide Antriebe werden vor allem in Deutschland sowie anderen Ländern angeboten und gelten als ausgereift. Gerade in den Niederlanden, in Belgien und auch in Italien wird vor allem LPG als Treibstoff verwendet.

Wer kann mit Autogas oder Erdgas fahren?
Es gibt Fahrzeuge, die direkt ab Wert mit dem alternativen Antrieb ausgerüstet sind und solche, die erst umgerüstet werden müssen. Fakt ist, dass nur Fahrzeuge, die über einen Otto Motor verfügen, mit Gas fahren können, bzw. auf Gas umgerüstet werden können. Bei einer CNG Anlage wird meist ein zusätzlicher Tank im Kofferraum sowie in der Reserveradmulde installiert – gleiches gilt für eine Umrüstung auf LPG. Zusätzlich verfügen die Fahrzeuge in beiden Fällen nach wie vor über einen Benzin Tank, so dass ein bivalenter Antrieb vorhanden ist.

Autogas oder Erdgas – was ist zu empfehlen?

Grundsätzlich zu empfehlen sind beide Antriebe. Unterschiede gibt es jedoch vor allem in der Verfügbarkeit der Treibstoffe und natürlich auch in der Art des Antriebes. Während Erdgas vor allem von Städten und Gemeinden mit eigenen Tanksäulen vertrieben wird, wird Autogas überall angeboten. Es gibt Automatentankstellen und natürlich auch Tankstellen, die über eigene Zapfsäulen mit Autogas verfügen. In Deutschland gibt es derzeit über 6.000 LPG Tankstellen und knapp unter 1.000 Erdgastankstellen.

LPG als empfehlenswerte Technik
Darüber hinaus ist die LPG Technik deutlich weiterentwickelt, als es bei CNG der Fall ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass CNG nicht zu empfehlen ist.

Beide Techniken und Standards gelten als sehr sicher und ausgereift, wobei der LPG Markt deutlich größer ist. Zu erwähnen ist, dass CNG gerade dann zu empfehlen ist, wenn entsprechende Tankstellen in der Reichweite liegen und nicht große Umwege gefahren werden müssen, um eine Zapfsäule zu nutzen. Im Bereich von LPG ist es möglich, dass auch größere Strecken ohne Probleme gefahren werden, da die Dichte der einzelnen Tankstellen mittlerweile mehr als gut ist.

Wie lange dauert eine Umrüstung?
Die Umrüstung eines Fahrzeuges hängt maßgeblich vom Umrüstbetrieb ab und natürlich auch davon, wie groß der Motor ist. Ein Motor, der über 4 Zylinder verfügt, kann deutlich schneller umgerüstet werden, als ein Motor, der zum Beispiel über 8 Zylinder verfügt.

Das liegt daran, dass jeder Zylinder einzeln angebohrt werden muss, damit ein Gas Injektor eingesetzt werden kann. Dieser sorgt dann dafür, dass Erdgas oder Flüssiggas als alternativer Antrieb eingespritzt wird und der Motor perfekt versorgt werden kann. In der Regel ist die Umrüstung nach etwa 2 bis 3 Tagen erledigt und der Wagen perfekt eingestellt. Zu erwähnen ist dabei auch, dass entsprechende Umrüster qualifiziert sein sollten.

Wo kann ich mein Auto auf Autogas umrüsten lassen?
Es gibt viele Unternehmen, die eine Umrüstung des Fahrzeuges auf Gas anbieten, wer wirklich gut ist, ist jedoch gar nicht so leicht zu entscheiden. Über das Internet ist es möglich, dass Umrüster gefunden werden können, die bereits seit einiger Zeit am Markt sind und gute Arbeit leisten. Dabei berichten Gas Fahrer gerne von ihren Erfahrungen und es ist problemlos möglich, andere zu ihren Erfahrungen zu befragen.

Per Suchmaschine können entsprechende Foren sehr schnell identifiziert werden. Wer gute Umrüster gefunden hat, sollte darauf achten, dass er sich mehrere Angebote einholt. Gerade bei größeren Motoren ist es durchaus möglich, dass einige hundert Euro an Differenz zwischen den einzelnen Angeboten vorhanden sein können.

Fehlerquellen und Gefahren einer Umrüstung
Es gibt diverse Fehler, die während der Umrüstung auftreten können – diese gilt es im Vorfeld zu vermeiden. Bevor ein Umrüster kontaktiert wird und das Fahrzeug zur Umrüstung abgegeben wird, ist es wichtig, sich zu informieren, ob eine Umrüstung auf Autogas oder Erdgas überhaupt zu empfehlen ist. Nicht jeder Motor ist problemlos auf einen alternativen Antrieb umzurüsten. Gerade in der Haltbarkeit gibt es einige Unterschiede, die zu beachten sind, damit der Wagen nach wie vor ohne Probleme fährt.

Auf welche Problempunkte muss man bei der Umrüstung achten?
Die meisten Probleme tauchen dabei mit der Zylinderkopfdichtung auf, welche durchaus ein Risiko darstellt. Es gibt Fahrzeuge, bei denen die Zylinderköpfe nicht gehärtet sind, das heißt aus Materialien bestehen, die beim Betrieb auf Gas aufweichen und somit zu einem Defekt führen. Dies ist nicht bei allen Autos der Fall, lässt sich aber gerade über das Internet perfekt herausfinden. D

ie so genannte Borel Liste ist eine mögliche Quelle, um entsprechende Motoren zu finden, oder zu prüfen, ob der eigene Motor gas-fähig ist. Darüber hinaus besteht auch hier wieder die Chance, Umrüstbetriebe, oder im Forum nach Erfahrungen zu fragen.

Wann lohnt sich eine Umrüstung?
Wer Geld in die Hand nimmt und eine Umrüstung plant, der sollte immer darauf achten, wie lange es dauert, bis er die Kosten wieder eingefahren hat, bzw. bis die Amortisation der Anlage erfolgte. Dabei ist es durchaus möglich, dass eine Anlage je nach Fahrprofil nach etwa 2 bis 3 Jahren wieder amortisiert wurde. Grundsätzlich kann berechnet werden, wie viele Kilometer zurückgelegt werden müssen, bis die komplette Umrüstung eingefahren wurde.

Tipp: Ideal für viel genützte Fahrzeuge
Gerade bei Fahrzeugen, die einen hohen Verbrauch haben, ist dies natürlich leichter, als bei einem Fahrzeug, dass nur wenig bewegt wird und einen geringen Verbrauch hat. Entsprechende Rechner um zu berechnen, wann sich eine CNG oder LPG Anlage gelohnt hat, finden sich in großen Mengen im Internet. Hier sollte immer darauf geachtet werden, dass die Daten auch korrekt eingegeben werden.

Tipp: Mehrere Möglichkeiten und Antriebe vergleichen!
Grundsätzlich ist es möglich, dass auch andere Antriebe mit in den Vergleich eingetragen werden, so dass im Endeffekt ein Ergebnis für Benzin, Diesel, LPG und CNG aufgelistet werden kann und der Verbraucher genau sieht, welcher Antrieb wie teuer nach welcher Fahrleistung ist.

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