Reifendruck messen – Vorgaben, Kontrolle und Tipps

Jeder von uns Menschen braucht mal Pflege und eine Auszeit. Dies gilt auch für Ihr Auto. Im alltäglichem Stress wird leider oft vergessen, dass auch Technik einen gewissen Standard an Wartung benötigt um reibungslos funktionieren zu können.Ein sehr oft vernachlässigter Punkt beim Thema Auto ist der richtige Reifendruck.

Was gilt es bei der Vorbereitung der Reifendruckkontrolle zu beachten?

Prinzipiell ist die Kontrolle des Luftdruckes im Reifen gar nicht schwer. Wichtig ist, dass man, egal ob man zu Hause mit dem Kompressor oder an der Tankstelle nebenan den Druck kontrolliert, mit einem geeichtem Gerät arbeitet.
An Tankstellen werden die Drucksysteme alle 2 Jahre vom TÜV kontrolliert und freigegeben, um Fehlangaben beim Luftpumpen zu vermeiden. Wer einen Kompressor privat nutzt, sollte darauf achten, dass das Gütesiegel beim Kauf ersichtlich ist. Somit wurde dieses Gerät vor Auslieferung auf Tauglichkeit getestet.

Nun ist es wichtig, dass man sich die genauen Druckangaben des Reifen sucht. Oft werden diese in der Bedienungsanleitung, oder im Tankdeckel erwähnt.
Wichtig hierbei ist, dass man genau abschätzt, welchen Beladungszustand man derzeit hat, denn Autoreifen die sehr mit Gewicht belastet werden, benötigen einen höheren Druck als welche, die nur ein leeres Auto bewegen müssen.

Wie prüfe/korrigiere ich richtig?

Wenn Sie nun alle Angaben beisammen haben, schließen Sie den Ventiladapter an das Ventil des Reifens an. Wichtig hierbei ist, dass es wenig zischt und der Adapter fest auf dem Ventil sitzt. Er darf nicht wackeln.

Nun vergleicht man den Ist-Wert mit dem Soll-Wert aus dem Tankdeckel. Stellt man eine Differenz fest, so muss umgehend gehandelt werden.
Wichtig ist, dass man bei zu niederem Druck aufpumpt bis der Soll-Wert erreicht ist und bei zu hohem Druck unbedingt Luft ablässt bis zum Soll-Wert.
Als Tipp: Immer 0,1 Bar mehr als Soll aufpumpen, da beim abziehen des Adapters Luft entweicht und man danach dann den Soll-Wert optimal erreicht hat.

Welche Vorteile hat ein korrekter Reifendruck?

Wenn ein Reifen zu platt läuft, also zu wenig Luft enthält, ist der Verschleiß und die Abnutzung deutlich höher als beim Soll-Wert. Außerdem ist das Fahrverhalten sehr schwammig und das Auto wirkt sehr nervös beim einlenken. Es entsteht keine genaue Rückmeldung der Lenkbefehle.Sollte ein Reifen zu viel Druck haben, ist dies genauso Nachteilhaft, da es zu zwei Problemen kommt.
Zum einen ist der Reifen zu prall, so dass die Kontaktfläche zur Straße minimierter ist als der Soll-Wert es hätte und somit ist die Bodenhaftung deutlich eingeschränkt, zum anderen ist die Geräuschentwicklung im Auto selbst deutlich höher. Es fällt vielen dann schwerer sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Wie oft muss der Reifendruck kontrolliert werden?

Es gibt keine Gesetze, die einen genauen Intervallzeitraum vorschreiben, jedoch ist es ein Muss den Luftdruck zu kontrollieren, wenn man saisonbedingt die Reifen wechselt. Sprich von Winterräder auf Sommergummi und umgedreht.

Des Weiteren ist es ein Muss, wenn der Nutzbedarf sich plötzlich ändert. Wer also umzieht und das privat macht, der sollte seinen Reifendruck dem Beladungszustand des Autos anpassen.
Jedoch reicht es prinzipiell, wenn man mal alle Viertel Jahre nach dem Rechten schaut.

Wer sich das ganze alleine nicht zutraut, der kann dies auch in der Werkstatt seines Vertrauens erledigen lassen. Oft ist dieser Service kostenlos und man ist definitiv auf der sicheren Seite.

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